Unter Tage.
Unter Zwang.

Ein explorativer Lernort auf dem UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein

Im Rahmen des Projekts HOLO-VOICES – das Holocaust-Überlebenden mithilfe von Hologrammen eine Stimme für die Ewigkeit gibt – gestalteten wir die Begleitausstellung ›Unter Tage. Unter Zwang.‹ auf der Zeche Zollverein in Essen. Sie macht NS-Zwangsarbeit im Ruhrbergbau erfahrbar und lädt Menschen ab 14 Jahren ein, als ›Zweitzeug*innen‹ aktiv Teil der Erinnerungskultur zu werden.

Gemeinsam mit Lisa Tebbe entwickelte ich ein Ausstellungskonzept, das die Architektur der denkmalgeschützten Halle 8 einbezieht und das Thema physisch spürbar macht. Massive Gitterstrukturen bilden das modulare Rückgrat und symbolisieren Enge und Systematik der Zwangsarbeit. Durch gezielte Sichtachsen bleiben die vier Themenbereiche räumlich verbunden. Typografie, Materialität und Farbkonzept übersetzen das Leitmotiv in eine klare visuelle Sprache – prägnant, sensibel und orientierend zugleich.

Fragen und Reflexionen ziehen sich als roter Faden durch die gesamte Ausstellung und regen zur kritischen Auseinandersetzung an.

Die Inhalte sind zweisprachig (Deutsch/Englisch) gestaltet, mit unterschiedlichen Ebenen der Vertiefung: von prägnanten Überblicken bis zu detaillierten Informationsmodulen. Reproduktionen und Exponate sowie Animationen und digitale Touchpoints eröffnen zusätzliche, persönliche Zugänge.

Entstanden ist ein Lern- und Erinnerungsort, der die Vergangenheit räumlich, visuell und emotional erfahrbar macht und zu einer aktiven Auseinandersetzung mit der Geschichte einlädt.

Die Ausstellung ist noch bis mindestens Ende Februar 2027 zu sehen. Weitere Informationen zum Projekt und zu Führungen unter holo-voices.de